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Amerikanisches Kammblatt - Proserpinaca palustris

Proserpinaca palustris

Unterwasserform des Amerikanischen Kammblatts
Bild: Maike Wilstermann-Hildebrand

Proserpinaca palustris

Die Überwasserform ist grün gefärbt.
Bild: Maike Wilstermann-Hildebrand


Synonyme: Trixis palustris

Pflanzenfamilie: Haloragaceae = Seebeerengewächse

Herkunft: Nord- und Mittelamerika (Kanada bis Brasilien) Die Pflanzen im Handel stammen vermutlich aus Kuba.

Beschreibung: emers: Die wechselständigen Blätter sind kurz gestielt, lanzettlich und rein grün. Die Spreiten sind 4 bis 6 cm lang und etwa 1 bis 1,5 cm breit. Die Blattränder sind gesägt. Der Stängel ist gelblich grün, hell braun bis rötlich. Er ist im Querschnitt manchmal etwa kantig und deutlich gefurcht. Der Stängel hat einen Durchmesser von etwa 3 mm und kann bis 80 cm lang werden. Die Blüten sind winzig und sitzen einzeln oder zu zweit in den Blattachseln emerser Pflanzen. Die 3 (bis 4) Pollensäcke sind auffallend groß. Die Narbe hat drei kleine, weiße, zungenförmige Zipfel mit gefranstem Rand. Die rundlichen Kelchblätter sind grün und etwa 1 mm lang. Kronblätter fehlen. Ältere Pflanzen bilden ein kriechendes, holziges Rhizom aus.
submers: Unter Wasser bilden die Pflanzen feine, kammförmige 2,5 bis 6 cm lange und etwa 4 cm breite Blätter aus. Teilweise reduziert sich die Spreite zu haarfeinen Segmenten, wie man sie bei Tausendblättern findet. Bei guter Beleuchtung werden die Pflanzen unter Wasser leuchtend orange.

Temperatur: 15 - 25 °C

Lichtbedarf: mittel bis sehr viel. Je wärmer das Wasser ist, desto stärker muss die Beleuchtung ein, damit die Internodien nicht zu lang werden und die Stängel nicht verkahlen.

Wasserhärte: 5 - 18 °KH und mindestens 10 °dGH

Bodengrund: nicht verdichtet, nährstoffreich

Vermehrung: durch Stecklinge

Verwendung: Gruppenpflanze für den Mittelgrund, für farbige Akzente

Besonderes: Die Art wurde 2001 als Neuheit präsentiert und ist im Handel relativ unbekannt. Allerdings wurde sie bereits 1909 von Professor Goebel eingeführt und 1932 erneut durch Dr. Oeser aus Guatemala. Die Art ist sowohl in der Loseblattsammlung von Wendt (1952-55) als auch im Buch von Brünner (1953) erwähnt. Brünner bezeichnet die Art 'als gute Aquarienpflanze'. Er gibt an, dass das Wasser für die Kultur nicht zu weich sein sollte. Wendt empfiehlt groben Sand und alten Baulehm als erprobten Bodengrund.

Nomenklatur: Wurde früher manchmal als Myriophyllum heterophyllum angeboten.

Beurteilung: Mit ihrer kräftigen Farbe und ihrer ungewöhnlichen Blattform ist das Kammblatt eine gute Aquarienpflanzen für Pflanzenbecken.

Weitere Informationen in der Aqua Planta:
Claus-Dieter Junge (2006): Proserpinaca palustris L. (Haloragaceae), Amerikanisches Kammblatt.- Aqua Planta 1-2006, Seite 4
Claus-Dieter Junge (2014): Myriophyllum und Proserpinaca (Haloragaceae).- Aqua Planta 1-2014, Seite 4

Text von: Maike Wilstermann-Hildebrand