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Pflanzenschäden durch Harnischwelse

Blauer Antennenwels und seine Frassschäden

Blauer Antennenwels und seine Frassschäden an Echinodorus und Anubias

Bilder: Maike Wilstermann-Hildebrand


Schadursache: Blauer Antennenwels Ancistrus dolichopterus (L 183) und verwandte Arten der Loricariidae = Harnischwelse

Herkunft: Südamerika, Rio Negro

Beschreibung: Der Blaue Antennenwels wird bis zu 15 cm lang und kann über 10 Jahre alt werden. Die Tiere sind schwarz bis olivbraun mit gelbbraunen Flecken und Punkten. Die Rücken- und Schwanzflosse haben einen hellen Saum. Alle Ancistrus-Arten bilden am Kopf fleischige, geweihartig verzweigte Fortsätzen aus, die bei den männlichen Tieren stärker ausgeprägt sind. Die Art ist leicht nachzuziehen und vermehrt sich oft auch im Gesellschaftsbecken. Ein Gelege umfasst etwa 90 Eier.

Pflanzenschäden: Die Welse liegen gerne auf auf großen, breiten Blättern, wie denen von Echinodorus und Anubias. Dabei schaben mit ihrem Raspelmaul ständig an ihrer Unterlage. Dadurch entsteht ein charakteristischer Schabefrass, bei dem die Oberfläche der Blätter beschädigt wird, die Blattrippen aber als Gitter stehen bleiben.

Beurteilung: Der Blaue Antennenwels ist bereits seit 1911 bei uns als Aquarienfisch bekannt. Die Tiere sind Allesfresser. Sie raspeln den ganzen Tag an Steinen, Holz und Pflanzen. Sie werden darum gerne zur Algenbekämpfung eingesetzt, fressen aber zum Beispiel weder Blaualgen noch Pinselalgen. Auch ist die Menge an Aufwuchs in einem Aquarium nicht ausreichend um den Nahrungsbedarf der Tiere zu decken. Einzelnen Tiere suchen sich eine Wurzel oder einen Stein als Unterschlupf und lassen sich in bepflanzten Aquarien durch die tägliche Fütterung mit Paprika, Gurke, Zucchini und anderem Gemüse von den Pflanzen fernhalten. Wenn die Zufütterung ausfällt oder sich die Tiere vermehren und das Futter oder die Zahl der Futterstellen nicht ausreicht, sind Pflanzenschäden unvermeidbar.


Text von: Maike Wilstermann-Hildebrand